Archiv für die Kategorie „Buggys und Kinderwagen Geschichte“
Mit dem Kinderwagen über Gleise
In der Ortschaft Soltau sind zwei leichtsinnige Frauen mit einem Baby im Kinderwagen und einem Kleinkind an der Hand über die Gleise gelaufen. Der herannahende Zug konnte dank eines sehr aufmerksamen Zugführers rechtzeitig gestoppt werden. Ihrer groben Farhlässigkeit waren sich die beiden Frauen zunächst nicht bewusst, da der Zugführer wüste Beschimpfungen über sich ergehen lassen musste. Die zwei Frauen, das Baby und das Kleinkind kamen am Ende mit dem Schrecken und einer Geldbuße in Höhe von 150 EUR davon. Es ist abzuwarten ob die beiden Damen in Zukunft verantwortungsvoller mit ihrem Nachwuchs umgehen.
Selbst dem dümmsten sollte klar sein: selbst der beste Kinderwagen bietet keinen Schutz vor Zügen!
Maclaren Kinderwagen Buggys: Vorbeugungsmaßnahmen
Der bekannte Kinderwagen und Buggy Hersteller Maclaren hat sich zur Gefahrenvorbeugungsmaßnahmen bei seinen Buggymodellen entschieden und bietet sogenannte Buggykits an um das die Klappgelenke der Buggys zu verdecken.
In den USA kam es beim Auf- und Zusammenklappen der Kinderwagen Buggys der Firma Maclaren wiederholt zu Unfällen. So hatten Babys und Kleindkinder beim Aufbau- und Zusammenklappvorgang der Buggys sich die Finger eingeklemmt und mussten medizinisch versorgt werden.
Die Ursache der Verletzungen der Kinder liegt, so wie es sich darstellt, nicht bei den Kinderwagen Buggys von Maclaren, sondern viel mehr an der mangelnden Sorgsamkeit der Eltern. So steht unter anderen in den Bedienungsanleitungen zu den Buggys von Maclaren geschrieben, dass Kinder beim Auf- und Zusammenklappvorgang Abstand zu halten haben. Nach Maclarens Presseerklärung vom 18. November besteht bei einem aufgeklappten Buggy keinerlei Verletzungspotential.
Das sogenannten “Buggykit” zum Verhindern eines solchen Unfalls wird es nur in den USA geben. Es ist zu vermuten dass der Kinderwagen Buggy Hersteller Maclaren Angst hat in den USA auf Schadensersatz (Schmerzensgeld) verklagt zu werden. In den USA waren “Opfer”, in den nach deutschen Maßstäben haarsträubende Schmerzensgeldklagen, erfolgreich. So musste eine berühmte amerikanische Kaffeekauskette mehrere Millionen US Dollar Schmerzensgeld bezahlen weil ein Kunde sich die Zunge an heißem Kaffee verbrannt hatte und ein Hinweis auf der Kaffeetasse fehlte, dass der Inhalt heiß sein könnte.
In Deutschland ist für Eltern die einen Kinderwagen oder Buggy von Maclaren besitzen keine “Buggykit” Aktion vorgesehen. Besorgte Eltern können sich ein solches Kit jedoch beim Hersteller jedoch individuell per E-Mail anfordern. Siehe Link: Maclaren Kontakt
Hier noch einmal die wesentlichsten Vorsichtsmassnahmen beim Aufstellen eines Buggys zusammengefasst (Quelle: siehe Mclaren Presseerklärung):
- Es gilt die Kinder beim Zusammenklappen und Aufklappen des Buggys ausreichend fern zu halten
- Bremsen der Kinderwagenbuggys beim Stehenbleiben immer betätigen
- Niemals Kinder unaufbesichtigt im Buggy lassen!!! Kein Buggy Sicherheitsgurt kann die Aufsichtspflicht ersetzen!
- Kein Klettern oder Spielen der Kinder auf dem Buggy!
- Niemals zwei Kinder auf einmal in einem Buggy transportieren!
- Buggy beim Abstieg einer Treppe immer rückwärts gerichtet hinunterfahren!
Mehr zu dem Thema finden Sie in der original Presseerklärung auf: http://www.maclarenbaby.com/europe/component/option,com_wrapper/Itemid,98889686/lang,de/
Kinderwagen: Geschichte v. Kinderwagen / Buggys / Kinderwagen Buggy / Baby Buggy
Kinderwagen Historie
Am Anfang der Entwicklung des Kinderwagen stand das sogenannte Kinder-Körbchen, welches Ende des des 18. Jahrhunderts Räder bekam, so dass man Kinder / Kind / Baby innerhalb der Wohnung bequemer umher schieben konnte. Man nannte dies damals noch nicht Kinderwagen, sondern Stubenwagen.
Kinderwagen ab dem frühen 19. Jahrhundert
Der Kinderwagen den man auch draußen, außerhalb der eigenen vier Wänder benutzen konnte, wurde Anfang des 19. Jahrhunderts in England erfunden. Damals kam es in Mode Babys sozusagen Spazieren zu fahren. Die Kinderwagen die man bis dahin auf der Straße zu sehen bekam gehörten meistens den Kindern wohlhabender Eltern, die sich solche Einzelanfertigung leisten konnten und die oftmals Ihr Personal, wie: Haushälterinnen, Hausmädchen oder Kinderfrauen mit den Babys oder Kleinkindern im Kinderwagen spazieren gehen ließen. Die Weltausstellung 1873 gilt als Impulsgeber der Kinderwagenkultur, da auf dieser erstmals viele Kinderwagenmodelle gezeigt wurden.
Kinderwagen waren nicht für Babys geeignet
Auf Grund Ihrer Bauart waren diese Kinderwagen nicht für Babys oder Kinder in den ersten Lebensmonaten geeignet, denn die Kinder konnten darin nicht liegen sondern lediglich aufrecht sitzen. Viele Kinderwagenmodelle wurden sogar nicht nur vom Personal wohlbetuchter Familien gezogen bzw. geschoben, es kam dabei ebenso tierische Unterstützung zum Einsatz: Hunde, Pferden, oder anderen Haustieren überließ man das Ziehen der Kinder.
Den Kinderwagen kann man als Abbild eines spielerischen Luxus-Statussymbol einer immer mobiler werdenden Gesellschaft sehen. Industrielle Revolution, ständige Neuerungen und technische Erfindungen prägten diese Zeit und die Menschen. Der Kinderwagen ist daher Symbol einer immer mobiler werdenden sich wandelten Gesellschaft.
Auch medizinische Gründe trugen zur weiteren Verbreitung des Kinderwagens bei. Die zur damaligen Zeit noch recht hohe Säuglingssterblichkeit sollte durch Licht, Sonne und Frischluft gesenkt werden.
An Hand des Kinderwagens kann man die Zeit seiner Erfindung besser verstehen und es lassen sich viele Geschichten erzählen:
Die Geschichte von der Sehnsucht nach Mobilität, sich ändernde Geschlechterrollen, medizinischer Fortschritt, Armut und Wohlstand, der Mode, so wie die Geschichte vom Siegeszug der städtischen Infrastruktur, Industriekultur und des Konsums.
Kinderwagen wird massentauglich
Ab den 1920er Jahren verlor der Kinderwagen die Bedeutung eines Statussymbols innerhalb der Oberschicht und wurde massentauglich. Dies ist vor allem auf die nun einsetzende großindustrielle Fertigung zurückzuführen als auch auf entscheidende Designänderungen. Das Gestell wurde nun aus kostengünstigem Pressstahl nach einem neuartigen Verfahren gefertigt und die Räder wurden wesentlich kleiner designed. Somit war dieser “Blechdosen” Kinderwagen wesentlich günstiger und gebrauchstauglicher als seine Vorgängermodelle. Schwarze und weiße Lackfarbe dominierte das Design der Kinderwagen.
Die Nazis wollten ab 1943 den “Einheits-Kinderwagen” einführen. Dieser wurde in einer besonderen Leichtmetallbausweise produzierte die weder schön, noch gebrauchstauglich war. Der “Einheitskinderwagen” wog 10 Kilogramm und war sehr labil: er kippte schnell um. Der Einheitskinderwagen wurde auf Grund des Krieges eingeführt, denn die meisten Rohstoffe wurden zur Produktion von Kriegsmaterial und Kriegsausrüstung wie Gewehre, Uniformen, Panzer, Uboote und nicht zuletzt Bomben benötigt.
In den 1950er Jahren orientierte man sich beim Design an den zur damaligen Zeit aufkommenden stromlinienförmigen Rennwagen. Der Kinderwagen war daher auch bei Männern sehr beliebt und wurde immer mehr zum “Lifestyle” Objekt.
Buggys ab Ende der 1960ern
Ab Ende der 1960er Jahren kamen die bis heute noch beliebten Buggys bzw. der Buggy in Mode. Wegen ihres geringen Gewichtes ( ca. 3 kg) und der hohen Mobilität welche die Buggys durch ihre “Zusammenklappbarkeit”, so wie Kofferaumtauglichkeit ermöglichen wurden Buggys immer beliebter. So konnte man “unbeschwert” mit dem VW Käfer und dem Buggy im Kofferaum in den Sommerurlaub nach Italien fahren.
An dieser Stelle beenden wir auch unsere Zeitreise durch die Geschichte des Kinderwagen, der Buggys und des Buggy.
Neuigkeiten zu aktuellen Kinderwagen, Baby Buggy, Kinderwagen Buggy, Buggys, Sportwagen, Jogger und Zwillingswagen, bzw. Drillingswagen können Sie bald hier lesen.
Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und hoffe auf Ihren erneuten Besuch auf meinem Buggys, Buggy und Kinderwagen blog.
Kinderwagen der Firma Quinny Buzz bestizen in der Regel eine Gasfederfunktion welche als weitergehende Innovation im Bereich Kinderwagenentwicklung gesehen werden kann.